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  • AutorenbildBjörn Jopen

2,7 Mio. Finanzierungsrunde für traplinked – Was ist digitale Schädlingsbekämpfung?


traplinked ist auf digitale Schädlingsbekämpfung spezialisiert und hat eine große Investorenrunde geschafft. Mit Born2Grow (Manuel Böhringer) und Bayern Kapital (Matthias Wolf) haben gleich zwei auf Frühphaseninvestments spezialisierte Investoren sowie eine Reihe von Business Angel investiert. Die insgesamt 2,7 Millionen Euro tragen dazu bei, dass traplinked den Vertrieb ausbauen und gezielt die Nachfrage von größeren Kunden im Lebensmitteleinzelhandel bedienen kann. Ich geb’s ja zu: Als ich 2019 den Pitch von traplinked bei der BayBG gesehen habe, fand ich das Thema digitale Schädlingsbekämpfung auch erst einmal abgefahren – aber auch gerade deswegen spannender und interessanter als das x-te Startup in anderen Bereichen. Weil hier vieles zusammenpasste – eine innovative Idee und ein überzeugendes Konzept, ein großer Markt und nicht zuletzt mit Tim Olivier Kirchhof (damals 19 Jahre alt!) ein visionärer Gründer – bin ich dann als erster Investor bei dem jungen Team aus Nürnberg eingestiegen. Die traplinked GmbH hat über die Jahre ein Technologie-Startup mit digitalen Mäuse- und Rattenfallen aufgebaut, die sich mittels Sensortechnologie und eigens programmierter, begleitender Software überwachen lassen. Bei jedem Auslösen einer digitalen Falle bekommt der Schädlingsbekämpfer eine Push-Notification auf sein Smartphone geschickt und kann seine Arbeit dadurch zeit- und kosteneffizienter gestalten, anstatt jede Falle regelmäßig einzeln kontrollieren zu müssen. In Deutschland wie in Europa gibt es dafür einen Milliardenmarkt, denn die intelligenten Schadnager-Fallen sind eine zukunftsweisende Alternative zum Einsatz toxischer Köder – für immerhin rund 1,7 Mio. Lebensmittelbetriebe in Deutschland. Die kämpfen nämlich damit, dass Schädlinge etwa 40 Prozent der gesamten Ernteverluste verursachen. Hinzu kommt, dass der Gesetzgeber in den letzten Jahren immer mehr toxische Köder eingeschränkt hat, sodass es alternative Lösungen wie die von traplinked braucht. Das Nürnberger Unternehmen hat sich in den letzten drei Jahren in diesem wachsenden Markt sehr gut weiterentwickelt und mit Daniel Pelikan einen erfahrenen CEO an Bord geholt. Das hat auch andere Investoren überzeugt, etwa Katja Ruhnke, Joerg Sperling, Jonas Girardet, Jackson Bond und Marcus Englert. Ich bin mir sicher, dass das Unternehmen mit der Idee auch in den kommenden Jahren erfolgreich sein wird. Dabei ist traplinked aber auch ein gutes Beispiel für Produkte, die vor allem mit der DNA eines Startups entstehen können, weil Gründer anders mit einer Idee umgehen als etwa die Produktmanagement-Abteilung eines größeren Konzerns.


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