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  • AutorenbildBjörn Jopen

Auf diese Fragen sollten Gründerteams gute Antworten geben können!




Etwa 10 bis 15 Pitchdecks erhalten Simone Jopen und ich als Business Angel jede Woche von Gründerinnen und Gründern – es geht dabei um Investments für Neugründungen, Pre-Seed- und Seed-Runden. In den meisten Fällen kann man schon innerhalb von fünf bis zehn Minuten beurteilen, ob wir uns vorstellen können, in das jeweilige Startup zu investieren. Ist das Thema, mit dem sich das Startup beschäftigt, aus unserer Sicht interessant, stellen wir dem Gründerteam rund zehn Fragen per Mail. So erfahren wir nicht nur mehr über das Unternehmen, sondern finden vor allem heraus, wie schnell die Gründerinnen und Gründer arbeiten und wie detailliert und akkurat sie unsere Fragen beantworten.



·  Als Erstes ist uns wichtig, wie sich der Umsatz in den letzten drei Monaten entwickelt hat und wer sich federführend um das Sales-Thema kümmert. In aller Regel erwarten wir mindestens 15.000 Euro Umsatz im Monat, denn nur dann lohnt es sich, den Sales zu unterstützen und mit unserem Support das Geschäft auszubauen.


·  Auch die Zusammensetzung des Kern-Management-Teams, wie lange diese schon zusammenarbeiten und woher sie sich kennen, sagt einiges über das Startup aus.


·  Wir fragen unter anderem danach, welchen Betrag sie bereits eingesammelt haben und auf Basis welcher Bewertung die aktuelle Finanzierungsrunde läuft. Aber ich will auch wissen, wie lange der Cash mit der neuen Runde ausreicht und wie die aktuelle Burn-Rate pro Monat ist.


·  Außerdem fragen wir nach dem Captable, um einen Überblick über die Anteilsverteilung im Management und den wichtigsten bereits existierenden Investoren zu bekommen.


·  Am Ende stellen wir immer zwei bis drei spezifischere Fragen zum Produkt, zum Unternehmen oder zum Wettbewerb, die sich beim Lesen des Pitchdecks ergeben haben.



Erhalten wir innerhalb von zwei bis drei Tagen keine ausführliche Antwort, ist das für uns ein Zeichen, von einem Investment Abstand zu nehmen. Denn gerade bei einer Investorenansprache erwarten wir von den Gründern Tempo, Fokussierung und Überzeugungskraft. Schafft ein Gründerteam es dagegen, uns mit Zuverlässigkeit und Antworten auf den Punkt zu überzeugen, vereinbaren wir direkt einen Videocall und steigen dabei noch deutlich tiefer in das Geschäftsmodell ein.


Danach steht für uns sehr schnell fest, ob wir in das Unternehmen investieren wollen oder es lieber lassen. Bei größeren Investments wollen wir die Gründer in den darauffolgenden Tagen noch persönlich kennenlernen, um uns noch ein besseres Bild vom Gründerteam zu machen.


Bei der Entscheidung geht es aber nicht nur um die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, sondern auch darum, ob und wie wir die Gründerinnen und Gründer aktiv bei Finanzierungsrunde, Pitchdeck-Erstellung und im Sales unterstützen können. Letztendlich investieren wir nur in Unternehmen, für deren Gründerteam das einen echten Mehrwert bringen kann.

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